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ach, übrigens . . . im alten Griechenland war das Schauspiel eine Art Gottesdienst, war der Katharsis geweiht, jener inneren Läuterung, die die Zuschauer durchlebten, wenn sie sich mit den Gewissensnöten der Helden identifizierten und mit ihnen Einsicht und Reue empfanden. Sie konnten stellvertretend erfahren, wie es in einem Menschen aussieht, den das Schicksal in einen tragischen Konflikt geführt hat: zwischen zwei Prinzipien, die nicht negiert werden dürfen; und wie er verzweifelt erkennen muss, dass er sich auf jeden Fall schuldig machen wird, egal, wie er sich entscheidet. Eins von zwei ethischen Gesetzen wird er verraten, also einen von zwei Göttern, wie es in der griechischen Antike hieß. Auch bei Romeo und Julia begegnet man diesem Thema wieder: Beide müssen wählen zwischen Liebe und Gehorsam ihren Eltern gegenüber und der Liebe für einander. In ihrer Not beschließen sie, gemeinsam zu sterben.
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